{"id":159,"date":"2020-01-17T21:58:41","date_gmt":"2020-01-17T20:58:41","guid":{"rendered":"http:\/\/wp1058403.server-he.de\/?page_id=159"},"modified":"2020-01-19T13:30:39","modified_gmt":"2020-01-19T12:30:39","slug":"die-theorie","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.davidstromberg.de\/en\/die-theorie\/","title":{"rendered":"Theorie"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Regeln f\u00fcr das Improvisieren<\/strong><\/h4>\n<ol>\n<li>Am Anfang steht die Idee. Der Spieler folgt dieser Idee. Anders gesagt: er muss die Idee h\u00f6ren und l\u00e4sst sich von Idee zu Idee leiten.<\/li>\n<li>Ideen kommen, wenn der Spieler \u201elocker\u201c ist . Daher darf er nur so \u201eschwer\u201c spielen, dass er sich nicht \u00fcberfordert.Um das Spiel leichter zu machen, hat der Spieler folgende M\u00f6glichkeiten:\n<ol>\n<li>Ein Motiv als Ausgangspunkt nehmen (Kein ganzes Thema)<\/li>\n<li>Langsamer Spielen<\/li>\n<li>Pausen einf\u00fcgen<\/li>\n<li>Lange T\u00f6ne spielen<\/li>\n<li>Wiederholungen machen<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>Es gibt keine \u201eFehler\u201c. Selbst wenn der Spieler etwas anderes, als das Gew\u00fcnschte, spielt, kann er es f\u00fcr sich als das von ihm Beabsichtigte erkl\u00e4ren.<\/li>\n<li>F\u00fcr die B\u00fchnenreife muss der Spieler f\u00fchlen, dass er genau so und nicht anders spielen will. Ausprobieren, Nachbessern oder Verbessern, Halbherzigkeit oder Vorsicht beim Spielen, sind nicht m\u00f6glich.<\/li>\n<\/ol>\n<h4><strong>Harmonische Regeln<\/strong><\/h4>\n<p>[Kadenz lat. cadere = fallen]<\/p>\n<p>Das Orchester erreicht den <strong>Dominantquartsextakkord<\/strong>, auch beschreibbar als Dominante mit Quart- und Sextvorhalt. Dieser Akkord enth\u00e4lt gro\u00dfe musikalische Spannung und ist das Initial f\u00fcr die Kadenz des Solisten. Als erster Schritt folgt in der Regel auf den Dominantquartsextakkord die Dominante. Dann ist freies Spiel zwischen den Tonarten m\u00f6glich und gew\u00fcnscht. Die Kadenz erreicht zum Schluss erneut den Dominantquartsextakkord. Die Kadenz spielt sich unter dem Spannungsbogen beider Dominantquartsextakkorde ab. Den Grundakkord der Tonika vermeiden, weil sonst die harmonische Spannung vorzeitig abf\u00e4llt. Den Sextakkord der Tonika hingegen gern spielen. Der Schluss-Dominantquartsextakkord wird erreicht \u00fcber die <strong>Doppeldominante <\/strong>mit Terz im Bass, kleiner None, ohne Grundton: auch genannt Dv. Diese Terz der Doppeldominante ist der <strong>Joker<\/strong>. Nahezu aus jedem Kontext heraus kann sie als Basston (meist mit dar\u00fcberliegenden Dv) zur\u00fcck zum Orchestertutti f\u00fchren. Der typische <strong>Triller<\/strong> auf der Quinte der Dominante markiert harmonisch den Fall (\u201ecadere\u201c) von der Sexte in die Quinte und von der Quart in die Terz der Dominante und ist Signal f\u00fcr das Orchester zum Einsatz. Mit dem Einsatz des Orchesters erfolgt der weitere Fall in die Tonika. Damit wird die Spannung, die der Dominantquartsextakkord zu Beginn der Kadenz schafft, aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p><strong>Kochrezept f\u00fcr die R\u00fcckkehr zum Orchestereinsatz<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Dv der Doppeldominante<\/li>\n<li>Dominantquartsextakkord<\/li>\n<li>Fermate<\/li>\n<li>Triller auf der Quinte mit Vorschlag<\/li>\n<li>Tonika<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Harmonieschema (in C-Dur)<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wp1058403.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/HarmonieschemaKadenz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-257\" width=\"520\" height=\"276\" srcset=\"http:\/\/www.davidstromberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/HarmonieschemaKadenz.jpg 541w, http:\/\/www.davidstromberg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/HarmonieschemaKadenz-300x160.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Melodische Aspekte<\/h4>\n\n\n\n<p>Themen und Motive werde zitiert und abgewandelt und k\u00f6nnen in neuem harmonischem Kontext gebracht werden. Es kann auch frei gespielt werden ohne motivische Bez\u00fcge<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Rhythmik<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Kadenz ist nicht taktgebunden, der Solist ist rhythmisch frei. Er kann Motive im Tempo des Konzert spielen oder auch bewusst ein anderes Tempo w\u00e4hlen. Es steht ihm frei, Pausen nach Belieben zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Stilistik<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Stil des Konzertes wird in der Regel nicht verlassen. Die Grundtonart entspricht in der Kadenz der des Konzertes. M\u00f6glich ist auch ein bewusster Stilbruch.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auszieren von Fermaten in Rondoschlusss\u00e4tzen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Fermate steht auf der Dominante. Kadenz bleibt in der Dominante, keine Harmoniewechsel. Rhythmisch frei, keine Taktbindung. Nur so lange \u201ewie der Atem eines S\u00e4ngers reichen w\u00fcrde\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Material:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Kurzes Zitieren und Abwandeln von motivischem Material m\u00f6glich, aber nicht zwingend.<\/li><li>Dreikl\u00e4nge, Dreiklangsbrechungen, Tonwiederholungen<\/li><li>Wechselnoten<\/li><li>Durchgangsnoten<\/li><li>Tonleitern, auch chromatisch<\/li><li>Vorhalte<\/li><li>Triller<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Regeln f\u00fcr das Improvisieren Am Anfang steht die Idee. Der Spieler folgt dieser Idee. Anders gesagt: er muss die Idee h\u00f6ren und l\u00e4sst sich von Idee zu Idee leiten. Ideen kommen, wenn der Spieler \u201elocker\u201c ist . 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